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Lemtrada / Alemtuzumab
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  Nanofasern aus Aminosäuren
Geschrieben von: 1000gesichter - Vor 7 Stunden - Forum: Aktuelle Studien und Berichte - Keine Antworten

Peptid-Gerüst
Nanofasern aus Aminosäuren beschleunigen Heilung von Nervenschäden
21. Mai 2019 um 17:59 Uhr
[Bild: nanofasern-aus-aminosaeuren-beschleunige...haeden.jpg]
© Nanofasern heilen NervenzellenMax Planck Institut für Polymerforschung - Lizenz CC-BY-SA

Nanofasern, die per Spritze direkt in verletzte Nervenbahnen verabreicht werden, könnten in Zukunft Operationen überflüssig machen. Tierversuche mit Mäusen waren bereits erfolgreich, weitere Studien sollen nun den Einsatz beim Menschen vorbereiten.

Mainz (Deutschland) Ulm (Deutschland). Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung und des Instituts für Physiologische Chemie der Universität Ulm haben im Journal Advanced Functional Materials eine neue Methode zur Heilung von Schäden am Nervensystem vorgestellt. Bisher werden Nervenbahnen, die nach einem Unfall durchtrennt waren in den meisten Fällen operativ vernäht, um so die körpereigene Zellbildung zur Schließung der entstandenen Lücke zu fördern.
Die nun vorgestellte Methode ist weniger invasiv und dadurch für Patienten wesentlich schonender, da keine Operation zur Verbindung der Nerven mehr erforderlich ist. Stattdessen werden Nanofasern eingesetzt, die direkt in die Wunde gespritzt werden können, um dort die Heilung zu beschleunigen. Die genutzten Nanofasern bestehen aus Peptiden, also kurzen Aminosäureketten, aus denen Proteine gebildet werden. Die Moleküle haben nur eine Dicke von wenigen Nanometern, bilden aber trotzdem ein stabiles Gitter, auf dessen Grundlage die Regeneration der Zellen erfolgen kann.
Abbau innerhalb weniger Wochen
Laut Christopher Synatschke, Leiter der Studie „ähnelt das Bionetzwerk einem Rankgitter für Tomatenpflanzen, ohne dass die Pflanzen nicht in die Höhe wachsen können. Die Wissenschaftler haben – übertragen auf Tomatenpflanzen – ein Gitter ausgewählt, an dem die Pflanzen besonders gut haften können. In einem miniaturisierten Maßstab hilft dieses Material den Nervenzellen, die Kluft zwischen zwei Nervenenden zu überbrücken.“ Das aus Nanofasern bestehende Peptid-Gerüst ist ungiftig wird innerhalb von wenigen Wochen im Körper wieder abgebaut.

Da beim Menschen 21 verschiedene Aminosäuren existieren, gibt es auch für kurze Peptide eine Vielzahl von möglichen Kombinationen, die sich durch ihre Eigenschaften deutlich voneinander unterscheiden. Zur Identifikation, der am besten geeigneten Kombination haben die Wissenschaftler veränderte Nanofasern am Computer untersucht, um anschließend anhand von Zellkulturen zu überprüfen, in welchem Umfang sie die neuronale Regeneration unterstützten.

Tierversuche mit Mäusen erfolgreich
Tierversuche mit Mäusen, denen die Wissenschaftler den Gesichtsnerv der für die Schnurrhaare zuständig ist durchtrennten, verliefen erfolgreich. Während der mehreren Wochen andauernden Beobachtung der Muskelsteuerung verlief die Heilung der durchtrennten Nerven bei den Tieren, die mit den Nanofasern behandelt wurden, schneller und umfassender als bei der nicht behandelten Kontrollgruppe.
Weitere Studie sollen nun aus den gefundenen Materialien eine Methode entwickeln, die zur Behandlung von Nervenschäden beim Menschen genutzt werden kann. Da die Peptidketten dafür sorgen, dass körpereigene Wachstumsproteine länger in der Wunde bleiben, wollen die Wissenschaftler die bereits vorhandene Gerüststruktur zur Verbesserung des Regenerationspotenzial zusätzlich um wachstumsfördernde Moleküle erweitern.



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  Biotin kann Blutwerte verfälschen
Geschrieben von: 1000gesichter - 17.05.2019, 13:00 - Forum: Aktuelle Studien und Berichte - Keine Antworten

Biotin kann Blutwerte verfälschen
17. Mai 2019
Biotin steht hoch im Kurs bei manchen Multiple-Sklerose-Patienten. Studien zu hochdosiertem Vitamin B7 laufen noch, doch der Stoff ist in geringeren Dosierungen frei verkäuflich. Weil er wichtige Laborwerte verändern kann, haben die Herstellerfirmen nun einen Rote-Hand-Brief zu Biotin herausgegeben.
Biotin wird eingenommen bei

Schwere Nebenwirkungen sind bisher unter Biotin nicht bekannt geworden, auch nicht in den Studien mit hochdosiertem Biotin bei den schleichenden Verläufen der MS – hier wird das Nahrungsergänzungsmittel in einer ca. 10.000-fachen Dosierung der täglichen Einnahmeepfehlung zum Arzneimittel. Eine wichtige, wenngleich leichte Nebenwirkung mit dennoch unter Umständen sehr schweren Folgen führte nun zu einem Rote-Hand-Brief: Biotin kann wichtige Blutwerte signifikant verfälschen und dadurch zu gefährlich falschen Schlüssen führen.
Falsche und versäumte Diagnosen durch Biotin-Einnahme
So konnte zum Beispiel bei einem Patienten (unter Hochdosis-Biotin) der erhöhte Troponinwert nicht erkannt werden und die für ihn wichtige Diagnose Herzinfarkt blieb zunächst aus. Biotin-bedingt führten verfälschte Laborwerte bei Neugeborenen, Kindern und Erwachsenen zur Falsch-Diagnose Morbus Basedow.
Die gute Nachricht: Wenn das Labor von der Biotineinnahme weiß, kann es das Testprinzip anpassen. Bei Verdacht auf mögliche Biotin-Interferenzen, können eine sogenannte nicht-biotinylierte Asseys angwewendet werden. Als Patient kann man seinen Arzt vor der Bestimmung von Laborwerten darauf hinweisen, dass man Biotin einen. Der Rote-Hand-Brief richtet sich an Angehörige der Heilberufe. Diese sollten vor der Laborwertbestimmung beim Patienten erfragen, ob dieser Biotin einnimmt. Doppelt hält besser: Darum kann man im eigenen Interesse auch als Patient auf die Einnahme hinweisen.
Die falschen Laborwerte sind dosisabhängig - ob auch tägliche Dosen von >/= 60 bis </= 150 Mikrogramm dazuzählen, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden. Der Rote-Hand-Brief gilt für Tagesdoesen ab 60 Mikrogramm. Biotin wird über den Urin ausgeschieden. Darum ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz mit höheren Konzentrationen im Blut und längeren Halbwertzeiten und daher auch mit erhöhtem Rsisko für verfälschte Laborwerte auszugehen. 
Der Zulassungsantrag für hochdosiertes Biotin bei primär progredienter (PPMS) und sekundär progredienter MS (SPMS) läuft noch.



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  MS Studie unter eineiigen Zwillingen
Geschrieben von: 1000gesichter - 16.05.2019, 08:56 - Forum: Aktuelle Studien und Berichte - Keine Antworten

MS-Studie unter eineiigen Zwillingen
08. Mai 2019
Wissenschaftler um Prof. Reinhard Hohlfeld zeigen epigenetische Veränderungen bei Multipler Sklerose. Auch bestimmte Medikamente beeinflussen die Aktivität von Genen und zeitweilige Entwicklung von Zellen.
45 eineiige Zwillingspaare waren in die vorliegende Studie einbezogen. Das Besondere an diesen Zwillingspaaren: Jeweils ein Zwilling hat MS, der andere ist nicht an Multipler Sklerose erkrankt. Beste Voraussetzungen also, um erworbene epigenetische Unterschiede auszumachen. Denn während bei eineiigen Zwillingen die DNA-Sequenz nahezu gleich ist, weisen auch eineiige Zwillinge im Laufe ihres Lebens immer größere epigenetische Unterschiede auf.
Es sei auch gleich hervorgehoben, dass Multiple Sklerose keine Erbkrankheit ist, wohl aber eine Veranlagung dafür vererbt werden kann, die jedoch allein nicht ausreicht, um eine MS entstehen zu lassen. Sonst müssten eineiige Zwillinge immer beide MS haben. Tatsächlich sind nur 25 % eines MS-betroffenen eineiigen Zwillings selbst auch betroffen. Neben den genen spielen also nach der Geburt erworbene Umweltfaktoren eine große Rolle beim Entstehen der Multiplen Sklerose.
Großer Unterschied zwischen Modifikation und Mutation
Bei epigenetischen Unterschieden handelt es sich um erworbene Modifikationen der DNA, etwa durch die sogenannte DNA-Methylierung im Unterschied zur genetischen Mutation, welche auf Nachkommen vererbt würde. Sehr wohl hat eine veränderte Epikgenetik allerdings Einfluss auf die Eigenschaften eines Menschen. Änderungen der DNA-Methylierung können Immunzellen in ihrer Funktion behindern. Und gerade die Immunzellen spielen eine wichtige Rolle bei MS.
Genau diese epigenetischen (epi = außer und genetisch = Ursprung, also außerhalb des Ursprungs gelegenen) Unterschiede zwischen eineiigen Zwillingen herauszufinden und den Zusammenhang mit der MS zu klären, war Ziel der Studie. Die Wissenschaftler des Instituts für klinische Neuroimmunologie des Klinikums der Universität München und der Universität des Saarlandes fanden tatsächlich Unterschiede in den DNA-Methylierungsprofilen. Dazu mussten das gesamte Genom umfassende DNA-Methylierungsprofile an rund 850.000 Positionen erstellt und ausgewertet werden.
Wichtiger Schritt, um Ursache und Therapie der MS zu verstehen
Die Analysen zeigen, dass die Zwillingspaare sowohl krankheitsbezogene als auch nicht krankheitsbezogene epigenetische Unterschiede in den Immunzellen ihres Blutes hatten. Damit ist erwiesen, dass bei Multipler Sklerose epigenetische Veränderungen auftreten, und zwar, wie die Auswertung ebenfalls ergab, nicht nur bei den im Zusammenhang mit MS bereits bekannten Genen.
Jedes Paar wurde für sich miteinander verglichen, aber auch alle Paare untereinander. Außerdem konnten die Forscher anhand von Subgruppen zeigen, dass auch bestimmte Medikamente (hier Interferone und Cortison) Unterschiede in der DNA-Methylierung hervorrufen – bis zu einem Jahr nach der letzten Einnahme. "Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt, um mögliche Auslöser der Multiplen Sklerose, aber auch die Wirkung von Medikamenten in Kurz-und Langzeittherapien besser zu verstehen“, so Dr. med. Lisa Ann Gerdes, vom Institut für klinische Neuroimmunologie, München.



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  45 min über Vitamin D
Geschrieben von: 1000gesichter - 05.05.2019, 08:01 - Forum: Vitamine und Co - Keine Antworten

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  Antikörper im Nervenwasser
Geschrieben von: 1000gesichter - 04.05.2019, 12:14 - Forum: Aktuelle Studien und Berichte - Keine Antworten

Multiple Sklerose: Auffällige Antikörper im Nervenwasser geben Hinweis auf den Verlauf
Donnerstag 02.05.2019
Ein verlässlicher Biomarker, der die Entwicklung der Behinderung bei Multipler Sklerose (MS) vorhersagt, fehlt bisher. Eine Arbeitsgruppe an der Technischen Universität München (TUM) hat nun in einem Forschungsprojekt des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) gezeigt, dass erhöhte Werte bestimmter Antikörper im Nervenwasser Anzeichen für eine frühere und schnellere Behinderung sind.
[Bild: mrt_vorschau.jpg]
© DMSG-Bundesverband

In der Virtuellen MS-Klinik erfahren Sie mehr über Lumbalpunktion und MRT. Mit einem Klick auf das Bild sind Sie dabei.

Bei der Diagnose von Multipler Sklerose wird standardmäßig Nervenwasser mit Hilfe einer sogenannten Lumbalpunktion entnommen. Das Forschungsteam um Prof. Dr. med. Bernhard Hemmer, Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der TUM, Vorstandsmitglied des Ärztlichen Beirates der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. und KKNMS-Vorstand, untersuchte Nervenwasserproben von 637 MS-Erkrankten, die regelmäßig über vier Jahre lang hinsichtlich ihrer Behinderung untersucht wurden. Die Daten für die Untersuchung lieferte die Nationale MS-Patientenkohorte des KKNMS, in die seit 2010 1.376 Patienten aus 18 Studienzentren eingeschlossen wurden. Ihre Daten und Bioproben werden zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses, ein Jahr später und dann alle zwei Jahre erhoben.
Die Arbeitsgruppe konnte nun zeigen, dass erhöhte Werte eines bestimmten Antikörpers im Nervenwasser, dem Immunglobulin G (IgG), mit einem höheren Risiko einer Zunahme der Behinderung in Verbindung stand und zwar unabhängig vom Auftreten von Schüben und von der Behandlung mit verlaufsmodifizierenden Therapien. Die Verschlechterungen traten bei Patienten mit erhöhten Antikörperkonzentrationen im Nervenwasser außerdem zu einem früheren Zeitpunkt auf als bei Patienten mit normalen Antikörperkonzentrationen. Eine erhöhte Antikörperkonzentration im Nervenwasser zeigte eine Bildung dieser Antikörper im zentralen Nervensystem an, was man als intrathekale IgG-Synthese bezeichnet. Vier Jahre nach Studienbeginn hatten 28,4 Prozent der Patienten mit intrathekaler IgG-Synthese und nur 18,1 Prozent der Patienten ohne sie eine Verschlechterung ihres EDSS-Werts, der das Ausmaß der Behinderung misst.
„Unsere Daten zeigen, dass ein Standard-Laborparameter aus dem Nervenwasser auch für die Abschätzung des längerfristigen Verlaufs von Bedeutung ist. Die Kenntnis solcher Parameter hilft uns, die Prognose des Patienten besser einzuschätzen und damit eine bessere Grundlage für fundierte Therapie-Entscheidungen zu haben“, erklärt Prof. Dr. Bernhard Hemmer das Ergebnis der Studie. Verbindungen zwischen anderen Routine-Liquorparametern und einer Verschlechterung des Behinderungsgrads wurden untersucht, konnten aber nicht gefunden werden. Die in der KKNMS-Kohorte gesammelten Proben und Daten können auf Antrag auch von Forschern außerhalb des Netzwerks genutzt werden.

  • Hier lesen Sie die Original-Publikation von Christiane Gasperi, Anke Salmen, Gisela Antony, Antonios Bayas, Christoph Heesen, Tania Kümpfel, Ralf A. Linker, Friedemann Paul, Martin Stangel, Björn Tackenberg, Florian Then Bergh, Clemens Warnke, Frank Weber, Heinz Wiendl, Brigitte Wildemann, Uwe K. Zettl, Ulf Ziemann, Frauke Zipp, Hayrettin Tumani, Ralf Gold, Bernhard Hemmer: Association of Intrathecal Immunoglobulin G Synthesis With Disability Worsening in Multiple Sclerosis, Jama Neurology, April 29, 2019, DOI: 10.1001/jamaneurol.2019.0905.
Quelle: KKNMS - 02.05.2019



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  Fatigue / Forscher finden veränderte Hirnstrukturen
Geschrieben von: 1000gesichter - 02.05.2019, 09:35 - Forum: Multiple Sklerose - Keine Antworten

18. Juni 2018
. Mulitple Sklerose
Fatigue bei MS: Forscher finden veränderte Hirnstrukturen
Fatigue, eine erhöhte Grundmüdigkeit und schnelle Erschöpfbarkeit, ist eines der am häufigsten auftretenden Symptome bei Multipler Sklerose (MS). Über 80 Prozent der Patienten sollen daran leiden. Die Ursachen sind noch weitgehend unbekannt, doch Forscher konnten nun die betroffenen Hirnareale im MRT sichtbar machen.
[Bild: csm_MS-und-Fatigue_cdb429387b.jpg]Übermäßige Erschöpfung gehört zu den belastendsten Symptomen bei MS
Die meisten Multiple-Sklerose-Patienten kennen sie: Fatigue, eine abnorme Erschöpfung, die sich von der „normalen“ Müdigkeit unterscheidet. Geistige oder körperliche Tätigkeiten werden dann zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung. Da die Ursachen des Symptoms noch weitgehend im Dunkeln liegen, suchen Forscher nach Erklärungen für die starke Erschöpfbarkeit der Betroffenen. Nun ist einem Wissenschaftlerteam um Professor Christian Dettmers und Professor Mircea Ariel Schoenfeld aus den Kliniken Schmieder Konstanz und Heidelberg ist ein wichtiger Durchbruch zum Verständnis der Fatigue gelungen.
Veränderungen in Kontrollnetzwerken des Vorderhirns
Die Forscher konnten zeigen, in welchen Hirnarealen bei MS-Patienten, die unter Fatigue leiden, Veränderungen auftreten. Dazu untersuchten sie die Gehirne von MS-Patienten mittels funktioneller Kernspintomographie, während diese kognitiv anspruchsvolle Aufgaben lösen mussten. Die Ergebnisse verglichen die Forscher dann mit denen von gesunden Probanden. „Zum ersten Mal ist es gelungen, Funktions-Veränderungen in unterschiedlichen Hirnnetzwerken der Patienten nachweisen“, so Erstautor Stefan Spiteri.
Wie sich zeigte, spiegelte sich die abnorme Erschöpfung in Veränderungen der Aktivität in den höheren Kontrollnetzwerken des Vorderhirns wieder. Zugleich beobachteten die Wissenschaftler eine Abnahme der Aktivität in den visuellen Aufmerksamkeitsnetzwerken des Hinterhaupthirns, die mit der abnormen Erschöpfbarkeit während der bearbeiteten visuellen Arbeitsgedächtnisaufgabe einherging.

 
Fatigue belastet MS-Patienten enorm
Die Erkenntnis, dass die Fatigue bei MS-Patienten unterschiedliche hirnfunktionelle Korrelate hat, trägt wesentlich zum Verständnis der Symptome bei. Daraus könnten sich in Zukunft neue Behandlungsansätze entwickeln, beispielsweise durch eine transkranielle elektrische oder magnetische Stimulation der entsprechenden Hirnareale.
Umfragen zufolge ist Fatigue für jeden dritten MS-Patienten das am meisten belastende Symptom der Erkrankung. Fatigue tritt aber auch bei anderen Erkrankungen auf und kann beispielsweise die Folge von Krebserkrankungen, Hormonstörungen und chronische Infektionen sein.
Foto: © fizkes - Fotolia.com



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  Senkt MS das Krebsrisiko von 2012
Geschrieben von: 1000gesichter - 20.04.2019, 11:21 - Forum: Aktuelle Studien und Berichte - Keine Antworten

Senkt MS das Krebsrisiko ?
26. Juni 2012
Mal eine gute Nachricht: Forscher der Universität von British Columbia verglichen Patientendaten und kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen mit Multipler Sklerose weniger oft an Krebs erkranken als Nicht-Betroffene.
Das gilt für das allgemeine Risiko, an Krebs zu erkranken, aber ganz speziell für Darmkrebs, immerhin auf Platz 2 unter den meist verbreitetsten Krebsarten in Deutschland. Hier ist das Erkrankungsrisiko - in der kanadischen MS_Patientengruppe - siginfikant kleiner. In dieser groß angelegten Kohortenstudie verglichen die kanadischen Forscher Daten von insgesamt 110.666 Patientenjahren. Die MS-Patienten-Daten stellten sie vergleichbaren Daten aus der nicht erkrankten Bevölkerung gegenüber.
[Bild: csm_mrt_nah_410_8d7eae10eb.jpg]
3 Krebsarten tanzen der Studie nach allerdings aus der Reihe: Das Risiko für Gehirn- und Blasenkrebs war unter den MS-Betroffenen leicht erhöht. Und Patienten mit schubförmiger MS hatten ein signifikant erhöhtes Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken. Auffällig außerdem: Die Tumore waren bei der Diagnosestellung unter MS-Betroffenen größer als in der Vergleichsgruppe.
Fatigue kann Krebssymptom maskieren
Letzteres führt das Team auf die Maskierung durch Symptome der Multiplen Sklerose zurück. Fatigue kann beispielsweise auch im Rahmen einer Krebserkrankung auftreten. Jemand, der dieses Gefühl nicht kennt, würde vermutlich früher damit zum Arzt gehen als ein MS-Betroffener, der die Fatigue der Multiplen Sklerose zuschreiben würde. Der Zusammenhang müsse jedoch noch erforscht werden.
Ob das allgemein geringere Krebsrisiko ursächlich mit der MS zusammenhängt oder möglicherweise auf eine gesündere und bewusstere Lebensgestaltung von MS-Patienten zurückzuführen ist, muss ebenfalls noch erforscht werden. MS-Patienten sollten auf jeden Fall weiterhin Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. MS schützt keinesfalls vor anderen Erkrankungen. Der Fachmann spricht hier von "Polymorbidität" (also Mehrfacherkrankungen). Das ist durchaus ein Thema unter Menschen mit MS wie der Chat "Multiple Sklerose - und was noch ?" mit Prof. Dr. Erich Mauch gezeigt hat.
Quelle: University of British Columbia/ Brain, 19.06.2012



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  Führerschein und Hanf
Geschrieben von: 1000gesichter - 17.04.2019, 18:31 - Forum: Führerschein und deren Folgen - Keine Antworten

Kein Entzug des Führerscheins ohne MPU
Auch für Cannabispatienten relevant: Ein erstmaliger Verstoß gegen das Fahrverbot unter THC-Einfluss führt nicht zwangsläufig zum Führerscheinentzug.


[Bild: Cannabis-A.jpg]
Wer unter THC-Einfluss Auto fährt, ist deswegen noch lange nicht prinzipiell ungeeignet, ein Fahrzeug zu führen, haben Richter geurteilt.
© Parilov / stock.adobe.com
LEIPZIG. Wer gelegentlich Cannabis konsumiert und zum ersten Mal dabei erwischt wird, unter THC-Einfluss Auto zu fahren, ist deswegen noch lange nicht prinzipiell ungeeignet, ein Fahrzeug zu führen. Daher darf ihm auch nicht ohne weiteres gleich der Führerschein entzogen werden. So entschied am Donnerstag in Abänderung seiner bisherigen Rechtsprechung das Bundesverwaltungsgericht in gleich sechs Fällen.
Ab einer THC-Konzentration von 1  ng/ml Serum sei zwar eine „cannabisbedingte Beeinträchtigung“ der Fahrsicherheit anzunehmen, so die Richter. Doch zur Beantwortung der Frage, „ob der Betroffene auch künftig nicht zwischen einem die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Cannabiskonsum und dem Fahren trennen wird“ – und damit der Führerscheinentzug gerechtfertigt wäre –, müssten die Behörden erst ein medizinisch-psychologisches Gutachten einholen.
Dem waren gegenteilig lautende Urteile der Vorinstanzen vorausgegangen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof befand ebenfalls, dass nach einer erstmals als Ordnungswidrigkeit geahndeten Fahrt unter THC-Einfluss „nicht unmittelbar von der Nichteignung zum Führen von Kraftfahrzeugen“ auszugehen sei. Dagegen hielten die obersten Verwaltungsrichter in NRW den sofortigen Führerscheinentzug für zulässig.
Der Deutsche Hanfverband begrüßte das Urteil als „ersten Schritt in die richtige Richtung“, bekräftigte aber seine Forderung nach „Gleichbehandlung von Alkohol- und Cannabiskonsumenten im Führerscheinrecht“. So müsse ein „realistischer THC-Grenzwert“ eingeführt werden, „der sich an einer möglichen Verkehrsgefährdung orientiert und nicht zur Bestrafung nüchterner Verkehrsteilnehmer führt“. (cw)

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  Lemtrada / Alemtuzumab
Geschrieben von: 1000gesichter - 15.04.2019, 17:14 - Forum: Aktuelle Studien und Berichte - Keine Antworten

PRAC prüft Alemtuzumab – und beschränkt die Anwendung
Amsterdam / Stuttgart - 15.04.2019, 16:15 Uhr

[Bild: Lemtrada-393x222.jpeg]
Alemtuzumab in Lemtrada soll vorerst nur bei hochaktiven RRMS-Patienten eingesetzt werden, die auf mindestens zwei krankheitsmodifizierende Therapien nicht angesprochen haben oder bei denen Kontraindikationen für alternative „disease-modifying drugs“ bestehen. (b/Foto: Genzyme)


Lemtrada wird neu bewertet: Der Pharmakovigilanzausschuss PRAC der EMA hat ein Risikobewertungsverfahren für Alemtuzumab bei remittierend schubförmiger Multipler Sklerose eingeleitet. Hintergrund sind neue Berichte über schwerwiegende Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit der Gabe von Alemtuzumab stehen: schwere Schlaganfälle, immunvermittelte Erkrankungen wie Autoimmunhepatitiden, schwere Neutropenien und Arteriendissektionen. Lemtrada soll vorerst restriktiv eingesetzt werden – an welche MS-Patienten denkt die EMA hier?
Der PRAC prüft Alemtuzumab. Der für die Risikobewertung von Arzneimitteln zuständige Pharmakovigilanzausschuss der EMA hat am 12. April ein Verfahren zur Neubewertung von Alemtuzuzmab eingeleitet. Berichte über schwere unerwünschte Wirkungen, die den PRAC im Zusammenhang mit der Gabe von Alemtuzumab erreichten, machen diesen Schritt erforderlich: immunvermittelte Erkrankungen und kardiovaskuläre Komplikationen, die teilweise tödlich endeten. Unter anderem kam es unter Alemtuzumab offenbar zu schweren Schlaganfällen und Rissen in der inneren Gefäßwand von Kopf- und Halsarterien. Lemtrada® ist hinsichtlich der Nebenwirkungen nicht ganz unbescholten, allerdings muss man dies auch vor dem Hintergrund der Indikation – schubförmig-remittierender Multipler Sklerose mit aktiver Erkrankung – und der Schwere der zu behandelnden Erkrankung sehen. 2017 informierte beispielsweise die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) über den zweiten Todesfall aufgrund einer therapierefraktären Idiopathischen thrombozytopenische Purpura (IPA) unter Alemtuzumab. Im gleichen Jahr hatte es bereits zwei Fallberichte gegeben, bei denen Alemtuzumab-Patienten im MRT neue, sich ringförmig ausbreitende Entzündungsherde zeigten und die Diskussion auslösten, ob die neuen Läsionen als eine verschlimmerte MS zu werten sind oder als weitere, von der Multiplen Sklerose unabhängige Autoimmunprozesse.

Mehr zu Alemtuzumab
[Bild: Multiple%20Sklerose_MS_Myelin_Nervenzell...100x56.jpg]
Antikörper gegen Multiple Sklerose
[/url]Verschlechtert Alemtuzumab MS?

[Bild: Lemtrada%20Alemtuzumab%20genzyme%20packs...100x56.png]
Lemtrada bei Multipler Sklerose
MS-Patient stirbt an Thrombozytopenie nach Alemtuzumab-Gabe
[url=https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/11/20/ms-patient-stirbt-an-thrombozytopenie-durch-alemtuzumab]
Lemtrada® ist laut Fachinformation zugelassen „zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS, relapse remitting multiple sclerosis) mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung.“
Zeitweise Restriktionen bei Lemtrada
Der PRAC empfiehlt während der nun andauernden Risikobewertung, Lemtrada® restriktiv einzusetzen. Neutherapien mit Lemtrada® sollten nur MS-Patienten erhalten, deren Multiple Sklerose – trotz Behandlung mit mindestens zwei therapiemodifizierenden Arzneimitteln (DMD, disease modifying drugs) – hochaktiv verläuft. Lemtrada® kann nach Einschätzung des PRAC auch dann eine Behandlungsoption zur Neueinstellung von hochaktiven RRMS-Patienten sein, wenn alternative DMD kontraindiziert sind. Wichtig: Patienten, die aktuell Alemtuzumab erhalten und von Lemtrada® profitieren, müssen diese Behandlung nicht beenden. In Absprache mit ihrem behandelnden Arzt kann die Alemtuzumab-Gabe fortgeführt werden.



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  Coimbra Protokoll
Geschrieben von: 1000gesichter - 15.04.2019, 15:35 - Forum: Vitamine und Co - Keine Antworten

Hochdosistherapie mit Vitamin D Anmerkungen zum Coimbra Protokoll
[Bild: csm_2017-01-27_Entstehung_von_Vitamin_D_2a020a4a7f.png]
Die Diskussion zum MS-Behandlungsansatz des brasilianischen Arztes Dr. Cicero Coimbra schlägt derzeit (Anfang 2017) in den einschlägigen Foren und zugehörigen Kommentaren hohe Wellen. Das Meinungsbild schwankt irgendwo zwischen Scharlatan, genialem Geist und Heilsbringer.
Grund genug, das Ganze auf den medizinischen Inhalt und die Hintergründe zu reduzieren, um damit die Chancen und Risiken besser einschätzen zu können.
 
Die Grundidee
Coimbra geht davon aus, dass bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen eine genetisch vererbte Resistenz gegen die Wirkung von Vitamin D vorliegt. Diese Resistenz (u. a. eine Vitamin D-Rezeptorstörung) gegen die immunmodulatorische Wirkung von Vitamin D ist eine teilweise Resistenz, keine vollständige. Aufgrund dieser Veranlagung besteht eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit, eine Autoimmunerkrankung, wie die Multiple Sklerose, zu entwickeln.
Das Ausmaß dieser Resistenz wird im Rahmen des Behandlungsansatzes durch die Messung des Parathormons (PTH) bestimmt. Vitamin D senkt den Spiegel des Parathormons. Die Reaktion des Parathormonspiegels auf die Gabe von Vitamin D ist somit ein gutes Maß für die Messung der Vitamin D-Resistenz. Dementsprechend wird die für jeden Patienten spezifische Vitamin D-Dosis anhand der Reaktion des Parathormonspiegels festgelegt.  Dabei kommen allerdings Tagesdosen zum Einsatz, die nach heutigem Verständnis toxisch sein können. Die oralen Dosen reichen von 30.000 bis zu 300.000 I.E. Vitamin D pro Tag.
 
Zur Historie hoher Vitamin D-Gaben
In der Haut werden täglich über intensive Sonneneinstrahlung bist du 25.000 I.E. Vitamin D produziert. Eine derartige Tagesdosis erscheint daher auch in Form einer Supplementierung noch als vertretbar.
Die Mengen an Vitamin D, die in der Haut hergestellt werden, sind somit viel niedriger als die Dosen von Vitamin D, die in den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts bei der Behandlung von Asthma (60.000 bis 300.000 IE), rheumatoider Arthritis (200.000 bis 600.000 IE) und Tuberkulose verwendet wurden (100.000 bis 150.000 IE), die aber auch oft mit der Entwicklung einer Toxizität assoziiert waren. Es wurde festgestellt, dass viele Patienten begannen, eine klinisch signifikante Hyperkalzämie[1] nach längerer Verabreichung von Vitamin D in diesen hohen Dosen zu entwickeln, was letztlich zu mehreren Todesfällen führte.
Da praktische Methoden zur Messung der verschiedenen Formen von Vitamin D im Blut erst in den 1970er Jahren entwickelt wurden, wurden die Blutspiegel von Vitamin D, die mit dieser Toxizität assoziiert waren, in den 1930er und 1940er Jahren nie bestimmt.
Wegen dieser unerwünschten Nebenwirkungen fiel die Verwendung von Vitamin D für die Behandlung der oben genannten Krankheiten mit derart hohen Dosen aus dem Blickfeld der Medizin und wurde  durch viel niedrigere Dosen im Bereich von 400 I.E./d ersetzt, von denen bekannt ist, dass sie keine Hyperkalzämie oder anderweitige Toxizität verursachen, die aber  auf der anderen Seite auch nicht klinisch wirksam waren bei der Behandlung von Asthma, RA oder TB. Die einem Teelöffel Lebertran entsprechende geringe Vitamin D-Menge war allerdings sicher bei der Behandlung von Rachitis.
Mit den heute zur Verfügung stehenden medizinischen und labortechnischen Methoden erscheint aber die Wiederaufnahme der oben beschriebenen Ansätze längst überfällig. In diesem Sinne verdient Dr. Coimbra höchsten Respekt, sich dieses Themas angenommen zu haben.
 
Chancen und Risiken
“In etwa 95% der Patienten mit MS bleibt die Krankheit unter unserem Protokoll in dauerhafter Remission. Während die Patienten die hohe Dosis Vitamin D erhalten, bleibt die Krankheit inaktiv, ohne irgendwelche Anzeichen neuer Läsionen – weder klinische noch labortechnische”, so Dr. Coimbra in einem kürzlich erschienen Interview.
Diese Zahl ist extrem hoch, wenn nicht zu hoch, und insofern ist es absolut wichtig, dass das Coimbra-Protokoll nach wissenschaftlichen Methoden weiter untersucht und validiert wird.
Viel wichtiger ist aber, dass Patienten jetzt auf keinen Fall anfangen, hohe Dosen Vitamin D oberhalb von 10.000 I.E. pro Tag auf eigene Faust und ohne medizinische und labortechnische Begleitung einzunehmen.  Der Versuch kann fatal enden, da das eingesetzte Protokoll nicht nur die Dosierung von Vitamin D, sondern u. a. auch genau einzuhaltende Ernährungsvorschriften beinhaltet!
Wenn Sie also jetzt schon unbedingt mit den Coimbra-Protokoll beginnen wollen, suchen Sie sich einen Ärztin oder einen Arzt, die oder der Sie intensiv und fachkundig begleitet. Wir von Life-SMS/lsms.info werden die Sache auf jeden Fall aktiv weiter verfolgen und auch über  Zwischenergebnisse - sobald verfügbar - vorurteilsfrei berichten.
Und hier finden Sie das beeindruckende Interview mit Dr. Coimbra im Wortlaut:
http://www.vitamind.net/interviews/coimb...autoimmun/


[1] Es tritt zunächst Übelkeit und Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung auf. Schließlich kommt es zu Herzrhythmusstörungen, Antriebslosigkeit und allgemeiner Muskelschwäche. Bleibt der erhöhte Kalziumspiegel bestehen, kommt es zu übermäßigem Wasserlassen mit innerer Vertrocknung, zu Psychosen und schließlich zum Koma.



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