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Verstehen Sie Ihre MRT Befunde ??
#1
Diagnose Multiple Sklerose: Verstehen Sie Ihre MRT-Befunde?
Mittwoch 14.12.2016
Wissen Sie, wo bei Multipler Sklerose (MS) typischerweise Entzündungsherde liegen? Wissen Sie, welche Bedeutung die Anzahl an Entzündungsherden hat? Um zu erfahren, wie groß das Wissen zur Magnetresonanz-Tomografie (MRT) unter MS-Betroffenen ist, führt die MS-Ambulanz des Uniklinikums Hamburg (UKE) eine Befragung im Internet durch. Neben Wissensfragen geht es auch um ihre Haltung zur MRT-Untersuchung und ihren Umgang damit.
[Bild: csm_MRT_Laesionen.UKE_3486776b6a.jpg]
© INIMS.UKE

MRT-Bilder werfen viele Fragen auf: Ein Schulungsprogramm soll medizinischen Laien künftig helfen, die Ergebnisse besser zu verstehen.

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist eine Untersuchung, die regelmäßig bei Menschen mit MS durchgeführt wird, um den Verlauf der MS zu erfassen. Allerdings ist die Nutzung der MRT je nach Land, Region und Verfügbarkeit der MRT sehr unterschiedlich. Gegenwärtig ist die MRT der beste Biomarker, also das beste objektive Verfahren für Diagnose und Prognose, das wir haben. Dennoch sind im Zusammenhang mit der MRT einige Fragen offen:
  • Mit neuen Diagnosekriterien, die zunehmend auf MRT-Befunden beruhen, werden mehr MS-Diagnosen gestellt. Es ist letztlich nicht klar, ob das immer hilfreich für Betroffene ist.
  • Die Bedeutung einzelner MRT-Befunde zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs ist teilweise unklar.
  • Unter Experten ist umstritten, ob und wann auf Basis von MRT-Befunden von einem „Therapieversagen“ gesprochen werden kann.
Eine Studie, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit Patienten der MS-Ambulanz durchgeführt wurde, fand heraus, dass sich MS-Erkrankte im MRT-Gerät oft unwohl fühlen, sie können mit ihren MRT-Befunden nichts anfangen und ihr Wissen zur MRT weist Lücken auf. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass 90 Prozent der 104 Befragten ein großes Interesse an einer MRT-Schulung hat. Hauptinteresse war die Bedeutung von MRT-Ergebnissen.
„Aus diesem Grund haben wir eine erste Gruppen-Schulung entwickelt und zur Probe mit 26 Teilnehmern durchgeführt. Hier zeigte sich ein deutlicher Wissenszuwachs. Die Teilnehmer fühlten sich durch die Schulung in die Lage versetzt, gemeinsam mit ihren Ärzten MRT-Bilder zu diskutieren. Derzeit arbeiten wir an einer internetbasierten Version“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. med. Christoph Heesen vom Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose, Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes.
Mit der MRT-Schulung soll erreicht werden, dass die Position des Patienten im Arztgespräch gestärkt wird und das Wissensgefälle zwischen Arzt und Patient abgebaut wird. Geschulte Patienten können mit ihren Ärzten die Befunde der MRT-Untersuchung auf Augenhöhe besprechen. Unsicherheiten, Missverständnisse und Ängste können abgebaut werden. Außerdem wird das Bewusstsein für die Grenzen der MRT geschärft. MS-Erkrankte können verstehen, für welche Fragestellungen eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein kann und für welche nicht.
Aufruf zur Beteiligung an der Befragung
Zur Vorbereitung auf die Erstellung des neuen Schulungs-Programms wurde der Fragebogen zur MRT überarbeitet. Um möglichst vielen Patienten gerecht zu werden und um einen deutschlandweiten Eindruck vom MRT-Wissen und Einstellungen von MS-Erkrankten zu haben, erfolgt der Aufruf, sich an der kurzen Befragung zu beteiligen. Die Ergebnisse werden dabei helfen, das Schulungsprogramm auf die Anforderungen der Patienten anzupassen.
  • Achtung: Die Umfrage konnte dank der großen Resonanz der Teilnehmer bereits abgeschlossen werden. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird der DMSG-Bundesverband auf www.dmsg.de darüber berichten.


Angehängte Dateien
.pdf   befragung.pdf (Größe: 63 KB / Downloads: 0)


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