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Patentstreit Clift nicht erhältlich
#1
Glatirameracetat: Patentstreit betrifft auch MS-Erkrankte
Freitag 09.08.2019
Aufgrund eines Patentstreits zwischen den beiden Herstellern des Wirkstoffes Glatirameracetat (Teva für Copaxone®-20mg/40mg und Mylan für CLIFT®-20mg/40mg) ist bis auf Weiteres CLIFT®-40mg nicht mehr in den Apotheken erhältlich.
Im Rahmen des Patentstreites vor dem Europäischen Patentamt zwischen dem Originalhersteller Teva (Copaxone®-20mg/40mg ) und dem Hersteller des Nachahmerproduktes Mylan (CLIFT®-20mg/40mg) hat das Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erlassen, sodass die Variante CLIFT®-40mg vorerst nicht mehr in Deutschland zur Verfügung steht. Die schwächer dosierte Variante mit 20mg ist davon nicht betroffen und somit von beiden Herstellern weiter erhältlich.
[Bild: Prof._dr._med._Judith_Haas_klein.jpg]


Prof. Dr. Haas

"Für MS-Patienten, die bisher CLIFT®-40mg dreimal pro Woche anwendeten, bedeutet das, wenn sie den Hersteller von Glatirameracetat nicht verändern wollen, zu CLIFT®-20mg mit täglicher Anwendung zu wechseln", so Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende des DMSG-Bundesverbandes und Ärztliche Leiterin am Zentrum für Multiple Sklerose des Jüdischen Krankenhauses in Berlin. Sie erklärt, "dass Sicherheitsbedenken bei einem Wechsel von 40mg auf 20mg nicht bestehen. Der Wechsel ist jedoch immer mit dem behandelnden Neurologen abzustimmen."
Eine finale Klärung der Streitigkeit wird nach Aussage des Herstellers von CLIFT® ab der zweiten Jahreshälfte 2020 erwartet.


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